Hydraulischer Abgleich

Gleichmäßige Wärme für jeden Raum.

Kennen Sie das? Ein Heizkörper wird nicht richtig warm, am anderen rauscht das Ventil. Im Bad bleibt es morgens kalt, während andere Räume überhitzen. Solche Unterschiede deuten häufig auf eine unausgewogene Wärmeverteilung hin.

In einem nicht abgeglichenen System erhalten Heizkörper nahe der Wärmequelle oft mehr Heizwasser als nötig. Weiter entfernte Heizkörper werden dagegen nicht ausreichend versorgt. Dadurch entstehen gleichzeitig kühle und überheizte Räume.

Beim hydraulischen Abgleich werden die Ventile und die Einstellungen der Heizungsanlage auf das Gebäude abgestimmt. Jeder Raum erhält die benötigte Wärmemenge. Das schafft gleichmäßigere Temperaturen und kann den Energieverbrauch senken.

Heizungsverteiler mit Durchflussanzeigen als Beispiel für eine abgestimmte Wärmeverteilung KI-generiert
Verteilung und Durchfluss werden auf das Gebäude abgestimmt.
Ein hydraulischer Abgleich kann den Energiebedarf und die Pumpenleistung einer Heizungsanlage reduzieren. Wie groß die Einsparung und die Amortisationszeit ausfallen, hängt vom Zustand der Anlage, der Regelung, dem Gebäude und dem Nutzerverhalten ab. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Maßnahme förderfähig sein.

Wir erstellen für Sie die technischen Berechnungen (Verfahren „B")

Durch dieses systematische Vorgehen erhält der ausführende Fachbetrieb eine belastbare Grundlage für die Einstellung der Anlage. Ziel ist eine möglichst gleichmäßige Wärmeverteilung bei einem bedarfsgerechten Betrieb.

Erweiterte Informationen zum hydraulischen Abgleich finden Sie hier →

Hydraulischer Abgleich erklärt

Erklärvideo

Finanzielle Förderung (BAFA)

Ein hydraulischer Abgleich kann im Rahmen bestimmter Förderprogramme zur Heizungsoptimierung förderfähig sein. Die Förderung hängt unter anderem vom Gebäude, dem Alter der Heizungsanlage, dem gewählten Verfahren und den jeweils geltenden technischen Anforderungen ab. Für wassergeführte Heizungen ist im BAFA-Programm regelmäßig ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren B erforderlich.

  • — Voreinstellbaren Thermostatventilen
  • — Heizungsoptimierung durch hydraulischen Abgleich
  • — Einzelraumtemperaturreglern & Strangventilen
  • — Technik zur Volumenstromregelung
  • — Mess-, Regelungs- und Steuerungstechnik
  • — Pufferspeichern
  • — Kessel-Anbindesystemen mit Hocheffizienzpumpe
  • — Hocheffizienten Umwälz- & Zirkulationspumpen (Austausch)

Für die förderfähige Heizungsoptimierung beträgt der Grundzuschuss 15 % der förderfähigen Ausgaben, bei mindestens 300 € brutto Investition. Seit dem 21. Juli 2026 gibt es den iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten nur auf den Kostenanteil oberhalb einer Mindestinvestition: beim Einfamilienhaus 30.000 € je Antrag, bei mehreren Wohneinheiten entsprechend mehr. Andere Anträge werden nicht hinzugerechnet. Für einen einzelnen hydraulischen Abgleich entsteht deshalb meist kein zusätzlicher iSFP-Bonus. Ich prüfe mit Ihnen, welche Förderung zu Ihrem Vorhaben passt.

Geprüft am 12.09.2026 · Förderbedingungen und iSFP-Bonus beim BMWE

Erkenntnisse aus dem OPTIMUS-Projekt

Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Forschungsprojekt OPTIMUS hat die Wirtschaftlichkeit von Heizungsoptimierungen untersucht. Die Ergebnisse liefern einen historischen fachlichen Bezug für die Planung und Optimierung von Heizungsanlagen, ersetzen aber keine anlagenbezogene Berechnung.

Die konkreten Einstellparameter werden für jede Anlage individuell ermittelt. Dabei können geeignete Berechnungs- und Planungsprogramme eingesetzt werden.

Entscheidend sind eine nachvollziehbare Berechnung, die fachgerechte Einstellung und die Dokumentation der Ergebnisse.

Durchführung des hydraulischen Abgleiches

Für die Durchführung des hydraulischen Abgleichs müssen die erforderlichen Vorarbeiten je nach Anlagenkonzept geprüft und umgesetzt werden. Dabei können unter anderem folgende Punkte relevant sein:

Das Wichtigste als Infografik.

Die Zusammenhänge auf einen Blick – zum Speichern, Ausdrucken oder Weitergeben.